Bewußt Einkaufen – auch Elektronik!

In neun Wochen ist Weihnachten. Apple rührt kräftig die Werbetrommel, und viele iPods, iPads, iPhones, und was auch immer werden sich heuer vermutlich im Geschenkereigen wiederfinden. Auch in unseren Weiterbildungsangeboten beschäftigen wir uns mit dem Thema Computer. Wir ermuntern unsere Kundinnen zu einem selbstbewussten Umgang mit der IT und sind natürlich auch selbst froh, wenn wir mit neuesten Technologien aufwarten können. Allerdings hat die Moderne auch ihren Preis.

Weltweit werden jede Sekunde 7 Computer produziert –
Aber nur 4 Menschen geboren!

Was passiert denn mit all den alten Teilen, die wir zur Altstoffsammelstelle bringen, die kaputt oder einfach nicht mehr „in“ sind? Nicht nur unsere Entscheidung im Supermarkt zu Saisongemüse zu greifen, anstatt zu Alljahres-Tomaten aus Spanien, auch die Entscheidung jährlich ein neues Handy zu kaufen, zieht globale Auswirkungen nach sich.  Eine interessante Dokumentation ist in diesem Zusammenhang: Behind the Screen – Das Leben meines Computers.

Filmvorschau zu „Behind the Screen“

Die Dokumentation „Blood in the Mobile – Wie Mobiltelefon am Bürgerkrieg im Kongo beteiligt sind“ beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema. Eine Zusammenfassung können Sie auf dasErste nachlesen.

Kaufen für die Müllhalde
Ganz abgesehen von Geschenken, sind wir auch im alltäglichen Leben mit dem Thema Einkaufen konfrontiert. Dabei spreche ich weniger von Shopping, als vom ständigen Kaputtgehen von Computer-Hardware, Glühbirnen, Strumpfhosen und natürlich Handys. Wenn Sie schon etwas älter sind, wird Ihnen aufgefallen sein, das nicht alles immer schon so fehleranfällig war. Hier geht es aber nicht um „früher war alles besser“ sondern: geplante Obsoleszenz. Unter Obsoleszenz wird die Veralterung, also ab wann ein Produkt quasi hinfällig ist, verstanden. Ob Sie es glauben oder nicht, früher brannten Glühbirnen über 2000 Stunden durch, auch Drucker hielten viel viel länger. Eine sehr spannende Dokumentation von Arte, können Sie übers Netz ansehen (1 Stunde, 15 min):

Schokolade auch?
Es gibt kaum ein Produkt, das weltweit vertrieben wird, ohne das Umwelt und Menschen dafür in Mitleidenschaft gezogen werden. Nestle steht zum Beispiel ebenfalls ganz oben in der Liste jener, die Kinderarbeit fördern. Auch dazu gibt es eine Dokumentation – vom Nachrichtensender Phoenix. Eine gute Alternative bietet hier der heimische Schokoladier Zotter, der seine gesamte Produktion auf Fair-Trade umgestellt hat.

Und was kann ich tun?
In Ihrer Heimatgemeinde gibt es sicherlich viele DirektvermarkterInnen. Unterstützen Sie doch die Betriebe Ihrer Region, sichern Sie damit Arbeitsplätze und greifen Sie damit aktiv in den globalen Handels-Kreislauf ein. Heimischer Honig ist zwar ebenfalls vergänglich, schmeckt aber besser als ein iPhone.

Über akzente

www.akzente.or.at
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Eine Antwort zu Bewußt Einkaufen – auch Elektronik!

  1. Edith Zitz schreibt:

    Danke für den Artikel! Er zeigt die Bezug zwischen Elektronik und Nachhaltigkeit gut auf. Mit Nachhaltigkeit sind sowohl die Umweltauswirkungen also auch die soziale Gerechtigkeit vor Ort und scheinbar ganz weit weg gemeint. Wäre schön, wenn sich die Idee der „Green IT“ und die der „Fair Trade“-Produkte durchsetzt – gehört ja zusammen.

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